In der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Klimaschutz und Energiewende am 17. Februar 2026 standen mit der Ersatzpflanzung an der Alexanderkoppel, den öffentlichen Klimaschutzveranstaltungen 2026 und der Haushaltsplanung zentrale Themen für Hohenlockstedt auf der Tagesordnung.
Alexanderkoppel
Breiten Raum nahm die Beratung zur vorgenommenen Ersatzpflanzung in der Alexanderkoppel ein. In der Diskussion wurde deutlich, dass es bei der Ausführung erhebliche Mängel gegeben haben soll: Nach Angaben des Bauhofleiters war ein zuvor geforderter Bodenaustausch nicht erfolgt, einzelne Bäume waren zunächst an ungeeigneten Standorten gesetzt worden und durch starken Rückschnitt entsteht nun ein deutlich erhöhter Pflegeaufwand.
Auch die betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner schilderten ihre Sorgen sehr eindringlich. Kritisiert wurden unter anderem die fehlende Information im Vorfeld, die aus ihrer Sicht ungeeignete Auswahl und Anzahl der gepflanzten Bäume, zu geringe Abstände zu Grundstücksgrenzen sowie mögliche Beeinträchtigungen für Photovoltaikanlagen und die langfristige Verkehrssicherheit.
Der Ausschuss hat auf diese Hinweise reagiert und einstimmig beschlossen, dass die Verwaltung die konkreten Vereinbarungen aus der Auftragsvergabe an die Baumschule prüfen und zudem einen Ortstermin mit Bürgermeister, Ausschuss, Bauhof und Verwaltung organisieren soll.
Ebenfalls einstimmig wurde beschlossen, für die vom Pilzbefall betroffenen Buchen am Lohmühlenteich eine sachverständige Begutachtung zu veranlassen und bei gravierendem Befall weitere Maßnahmen einzuleiten.
Klimaschutzveranstaltungen
Unter dem Tagesordnungspunkt „Öffentliche Klimaschutzveranstaltungen 2026“ stellte sich der Klimaschutzbeauftragte des Amtes Kellinghusen, Paul Mikuszies, dem Ausschuss vor und warb für öffentliche Formate, mit denen Klimaschutz vor Ort sichtbarer und praxisnäher vermittelt werden kann. Zur Diskussion standen sowohl ein offenes Nachhaltigkeitsfest mit örtlichen Initiativen und Vereinen als auch themenspezifische Veranstaltungen etwa zu Wärmeversorgung, Mobilität, Abfallvermeidung oder der Infrastruktur für E-Ladestationen.
Aus dem Ausschuss kamen zusätzliche Anregungen, darunter Informationen zu Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern, zur energetischen Sanierung von Einfamilienhäusern und zu Fördermöglichkeiten. Zudem wurde angeregt, bestehende Gemeindeveranstaltungen wie die Pellkartoffeltage als Plattform für Klimaschutzaktionen zu nutzen; abschließend hielt der Ausschuss fest, dass für entsprechende Maßnahmen Haushaltsmittel eingeplant werden sollen und der Austausch fortgesetzt wird.
Aus Sicht der BfH-Fraktion ist dieser Ansatz richtig, weil Klimaschutz dann Akzeptanz gewinnt, wenn er konkret, alltagsnah und mit praktischen Informationen verbunden wird. Veranstaltungen vor Ort können dazu beitragen, Bürgerinnen und Bürger besser über Fördermöglichkeiten, technische Lösungen und kommunale Entwicklungsperspektiven zu informieren.
Haushalt 2026
Ein weiterer Schwerpunkt der Sitzung war die Haushaltsplanung 2026 für das Budget 40 „Umwelt, Klimaschutz und Energiewende“. Der Entwurf wurde nicht nur zur Kenntnis genommen, sondern vom Ausschuss mit konkreten Änderungen versehen und anschließend einstimmig beschlossen.
Die beschlossenen Änderungen im Überblick:
In der Budgetgruppe 4001 „Energiewende und Klimaschutz“ wurden bei den sonstigen Aufwendungen und sonstigen Auszahlungen 5.000 Euro für die Durchführung von Klimaschutzveranstaltungen eingestellt.
In der Budgetgruppe 4003 „Grünflächen und Naturschutz“ wurden unter den Konten 554000.522100 und 554000.722100 50.000 Euro für eventuell notwendige Maßnahmen an der Alexanderkoppel aufgenommen.
Ebenfalls in der Budgetgruppe 4003 „Grünflächen und Naturschutz“ wurden unter dem Konto 551000.783100 15.000 Euro für Geräte für Kinderspielplätze vorgesehen.
Mit diesen Änderungen hat der Ausschuss dem Entwurf der Budgetgruppe 40, den dazugehörigen Einzelbudgets und dem Investitionsprogramm zugestimmt und der Gemeindevertretung die Beschlussfassung im Rahmen der weiteren Haushaltsberatungen empfohlen. Alle Änderungen und die Zustimmung zum geänderten Entwurf wurden einstimmig beschlossen.
Weitere Punkte
In der Einwohnerfragestunde wurde außerdem das Thema achtlos weggeworfener Zigarettenkippen angesprochen; hierzu soll zur nächsten Ausschusssitzung Barbara Breuer von der GNK eingeladen werden. Zudem wurde auf die angespannte Personalsituation beim Bauhof hingewiesen, insbesondere im Hinblick auf die Bewässerung neu gepflanzter und gespendeter Bäume, woraufhin aus dem Ausschuss die Idee von Baumpatenschaften eingebracht wurde.
Alle diese Punkte zeigen, dass Umweltpolitik in Hohenlockstedt viele praktische Fragen des Alltags berührt. Aus Sicht der BfH-Fraktion kommt es darauf an, Probleme frühzeitig zu erkennen, offen zu benennen und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Ihre BfH-Fraktion – Bürger für Hohenlockstedt
Berichterstatter: Carsten Fürst (Fraktionsvorsitzender)
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Diese Bürgerinformation basiert auf dem offiziellen öffentlichen Sitzungsprotokoll und den öffentlichen Sitzungsunterlagen und wurde mit Unterstützung von KI erstellt.
